Wenn es zu einem Notfall kommt gilt grundsätzlich
folgende Faustregel:
Immer sofort einen Notarzt rufen – dableiben bis der Arzt die
Ärztin eintrifft und mitteilen, was und wie viel die betroffene
Person konsumiert hat und ob es noch Reste der konsumierten Droge
gibt. Diese Informationen sind äußerst wichtig für
die weitere (not-) ärztliche Behandlung.
Rechtzeitiges Handeln kann Leben retten!
Feuerwehr: 112 Rettung: 19222
Jeder ist verpflichtet Erste Hilfe zu leisten: § 323c StGB
Atemwege freimachen: Erbrochenes entfernen; halte
dabei möglichst den Kiefer fest, durch Verkrampfungen könnte
es zu Bissverletzungen kommen; hole die Zunge hervor, damit die Atmung
nicht blockiert ist.
Beatmung: Bei Atemstillstand Mund zu Nase Beatmung oder Mund zu Mund
Beatmung.
Zirkulation (engl. circulation): Bei Herzstillstand müssen Herz
und Kreislauf durch Herzmassage angeregt werden.
Kreislaufprobleme zeichnen sich durch Blässe, plötzliche Schweißausbrüche und einen kaum fühlbaren Puls aus. Akute Kreislaufbeschwerden gehen mit Übelkeit, Schwindel, Schwäche und "schwarz vor Augen werden" einher. Bringe die betroffene Person an die frische Luft, hinlegen und Beine hoch lagern. Den Betroffenen auf keinen Fall alleine lassen. Lass die Person einige Zeit ruhig liegen, sollte sich der Zustand nicht bessern, dann hole medizinische Hilfe.
Bewusstlos ist jemand, der auf Ansprechen und ein
kräftiges Zwicken ins Ohr nicht reagiert. Kontrolliere Atmung
und Puls. Wenn Atmung und Puls funktionieren, bringe die Person in
die stabile Seitenlage und fordere jemand auf, den Notarzt zu rufen.
Stabile Seitenlage: Lege den bodennahen, z. B. linken Arm unter das
Gesäß. Winkle das bodennahe, z. B. linkes Bein an. Rolle
den Betroffenen auf die linke Seite. Lege den rechten Arm so, dass
die rechte Hand unter die linke Wange liegt. Überstrecke den
Kopf und entferne Erbrochenes aus dem Rachen.
Wenn du keine Atmung feststellen kannst und sich
die Haut des Betroffenen blau-grau färbt, ist folgendes zu tun:
Öffne den Mund und entferne Erbrochenes Überstrecke den
Kopf des Betroffenen Beatme die Person durch Mund zu Mundbeatmung
2 x und kontrolliere danach wieder Atmung und Puls. Spürst du
einen Puls, aber keine Atmung, weiter beatmen.
Wenn auch kein Puls da ist, dann beginne mit Herzmassage:
Bringe Person in die Rückenlage. Ertaste das untere Ende des
Brustbeins und gehe von dort 2 Fingerbreiten nach oben. Lege deine
linke Hand flach auf und die rechte darüber. Drücke kurz
und fest nach unten.
2 x Beatmen – 15 x Herzmassage – 2 x Beatmen, etc.
Herzmassage so lange, bis Atmung und Puls stabil sind oder der Notarzt
da ist. Nie länger als 5 Sekunden aussetzen!
Bringe die betroffene Person an einen reizarmen Ort und rede beruhigend auf sie ein („das geht vorbei“, „die Wirkung der Droge lässt nach“, „ich bin bei dir“) und halte Körperkontakt. Wenn die Person Angst vor dir hat, trete ihr nicht zu Nahe. Ändert sich der Zustand des Betroffenen nicht, dann lass dir durch Dritte professionelle Hilfe holen.
Einen Hitzschlag erkennst du daran, dass die betroffene Person trotz körperlicher Betätigung nicht schwitzt, zudem kommt es zu Schwindel, Kopfschmerzen, plötzlicher Müdigkeit oder Krämpfen in Armen und Beinen. Bringe die Person an einen ruhigen, kühlen Ort. Entkleide die Person und kühle den Körper durch wickeln in nasse Umschläge. Unbedingt den Notarzt rufen!
Ein Schock zeichnet sich durch blasse, kalte Haut,
Pulsrasen, schwachen Puls, Benommenheit, Unruhe und Bewusstlosigkeit
aus.
Bringe die Person in Schocklage, d.h. in Rückenlage und die Beine
hoch. Achtung: Tritt ein Schock aufgrund von Herzproblemen ein (dicke,
hervorstehende Halsvenen), muss der Oberkörper hoch und die Beine
tief liegen! Also genau umgekehrt! Versuche der betroffenen Person
Flüssigkeit zuzuführen. Dies aber in Maßen und auf
keinen Fall Alkohol.
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Notarzt: 112
Ärztlicher Bereitschaftsdienst Bayern: 01805 - 19 12 12
Was tun im Drogennotfall?
Wasserpfeife und Shisha rauchen